Der Achsantrieb verbindet die Antriebsachse mit der Antriebseinheit. Diese Verbindung ist notwendig, um das Drehmoment des Motors auf die Räder zu übertragen. Dabei muss unterschieden werden zwischen einem Quermotor und einem Längsmotor. Bei einem Quermotor wird ein Stirnrad-Achsgetriebe verwendet, bei einem Längsmotor kommt ein Kegelrad-Achsgetriebe zum Einsatz. Darüber hinaus werden auch Schneckenrad- und Hypoid-Achsgetriebe benutzt. Durch schräge Zahnräder wird eine hohe Laufruhe erreicht. Zudem wird der Achsantrieb manchmal verwendet, um einen Achsversatz herzustellen.
Damit an allen Antriebsrädern ausreichend Drehmoment vorhanden ist, muss im Achsantrieb eine Vergrößerung des Drehmoments stattfinden. Dazu ist eine Übersetzung nötig. Die Drehzahlen werden dabei reduziert, so dass das Drehmoment zunimmt. Dabei wird eine konstante Übersetzung verwendet, die je nach Kraftfahrzeug meist zwischen 1 : 2,5 und 1 : 4 liegt. Die Gesamtübersetzung eines Fahrzeugs mit Achsantrieb errechnet sich deswegen immer aus der Übersetzung des Achsantriebs und des Wechselgetriebes. Mit einem Differentialgetriebe werden bei Kurvenfahrten die Drehzahl-Unterschiede an den Rädern ausgeglichen.
Wenn der Achsantrieb komplett ausfällt, fährt das Auto nicht mehr, da keine Kraftübertragung mehr stattfindet. Ein Defekt kann auch an der Gelenkscheibe / Hardyscheibe, der Koppelstange, der Pendelstütze, dem Radlager, der Radnabe, der Gelenkwelle, der Antriebswelle, dem Querlenker, dem Traggelenk, dem Achsschenkel, dem Stabilisator, der Achsaufhängung oder der Spurstange vorliegen. Oft zeigt sich ein Schaden am Achsantrieb auch durch klappernde Geräusche oder Vibrationen. Grundsätzlich sollte bei derartigen Problemen schnell eine Werkstatt kontaktiert werden. Die Fahrt zur Werkstatt sollte im Zweifelsfall erst nach Rücksprache mit einem KFZ-Mechaniker erfolgen. Der Austausch eines Achsantriebs ist nicht kompliziert, sollte aber Fachleuten überlassen bleiben.



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